Nutzungsrichtlinien
Was auf unseren Servern erlaubt ist, was nicht, und was wir bei Verstößen tun.
Geltung
Diese Richtlinien gelten für alle Leistungen von GoodFlare IT, Inhaber Arne Heidrich: Gameserver, Bots und Apps, VPS und Container, Webhosting, Domains und DNS-Verwaltung. Sie sind Teil des Vertrags (§ 5 der AGB) und beschreiben zugleich unsere Regeln zur Moderation von Inhalten nach Art. 14 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act, DSA).
Sie sind für Ihre Dienste verantwortlich, auch für Inhalte Ihrer Nutzer, Spieler und Unterbenutzer und für alles, was über Ihre Zugänge geschieht.
Wir überwachen Ihre Inhalte nicht allgemein (Art. 8 DSA). Wir gehen aber Hinweisen nach und technischen Auffälligkeiten, etwa ungewöhnlichem ausgehendem Datenverkehr oder dauerhafter Volllast.
Rechtswidrige Inhalte
Nicht erlaubt ist, Inhalte zu speichern, anzubieten, zu verbreiten oder gezielt zugänglich zu machen, die gegen geltendes Recht verstoßen, insbesondere:
- Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen (§§ 184b, 184c StGB)
- Aufrufe zu Gewalt und Straftaten, Volksverhetzung, Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§§ 86a, 111, 130 StGB) und terroristische Online-Inhalte (Verordnung (EU) 2021/784)
- Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung und Nachstellung (§§ 185 bis 187, 238, 241 StGB), gefährdendes Verbreiten personenbezogener Daten (§ 126a StGB) und Verletzungen des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen (§ 201a StGB)
- Verletzungen von Urheber-, Marken- und anderen Schutzrechten, etwa nicht lizenzierte Kopien von Software, Spielen, Filmen oder Musik
- pornografische und andere jugendgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte ohne die Zugangsbeschränkungen, die der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verlangt
- Angebote verbotener Waren und Dienstleistungen, etwa Betäubungsmittel, Waffen oder gefälschte Dokumente, sowie unerlaubtes Glücksspiel
- die Verarbeitung fremder personenbezogener Daten ohne Rechtsgrundlage
Schadsoftware, Phishing und Betrug
Ebenfalls nicht erlaubt:
- Schadsoftware verbreiten, bereithalten oder steuern, etwa Viren, Trojaner, Ransomware, Botnetze und deren Steuerserver
- Phishing-Seiten, gefälschte Shops und Seiten, die sich als andere Unternehmen, Personen oder Behörden ausgeben
- Betrug, Anlagebetrug und Schneeballsysteme
- Werkzeuge und Dienste, deren erkennbarer Zweck Straftaten sind, etwa „Stresser“- oder „Booter“-Dienste, automatisiertes Ausprobieren gestohlener Zugangsdaten oder der Handel damit
Spam und E-Mail
Wir bieten keine E-Mail-Dienste an. Ausgehende Verbindungen auf Port 25 können gesperrt sein; E-Mails versenden Sie über einen externen Anbieter Ihrer Wahl.
Nicht erlaubt sind Werbe-E-Mails und andere Nachrichten ohne Einwilligung der Empfänger (§ 7 UWG), auch über Dritte, und das Bewerben von Inhalten auf unseren Servern über solche Nachrichten.
Angriffe und Missbrauch des Netzes
Nicht erlaubt:
- Angriffe auf fremde Systeme, auch „zu Testzwecken“ ohne Erlaubnis des Betreibers: Überlastungsangriffe (DDoS), Port- und Schwachstellenscans, Ausprobieren von Passwörtern, Ausnutzen von Sicherheitslücken
- Fälschen von Absenderadressen (IP-Spoofing) und Eingriffe in das Routing
- offene Proxys, offene Mail-Relays und offene DNS-Resolver, die Dritte unkontrolliert nutzen können, sowie Anonymisierungs- und VPN-Dienste für Dritte einschließlich Tor-Exit-Knoten
- Umgehen unserer Schutz- und Abrechnungsmaßnahmen und Zugriffe auf Systeme anderer Kundinnen und Kunden
Eigene Sicherheitstests
Sicherheitstests Ihrer eigenen Dienste sind erlaubt. Größere Lasttests sprechen Sie bitte vorher mit uns ab, damit unsere Filter sie nicht für einen Angriff halten.
Kryptowährungen
Das Schürfen (Mining) von Kryptowährungen und vergleichbare Verfahren, die Prozessor, Speicher oder Datenträger dauerhaft auslasten (etwa Proof-of-Space-Farming), sind auf allen Diensten nicht erlaubt. Wallets, Zahlungsabwicklung und Knoten einer Blockchain sind im Rahmen der fairen Nutzung erlaubt.
Faire Nutzung der Ressourcen
Die Leistungsdaten Ihres Tarifs gelten für den bestimmungsgemäßen Betrieb eines Gameservers, einer Website oder eines Servers. Wo sich Dienste Prozessorkerne teilen, ist eine dauerhafte Volllast über viele Stunden, die nicht aus dem normalen Betrieb Ihres Dienstes entsteht, keine bestimmungsgemäße Nutzung.
Bei Gameservern und Websites dient der Speicherplatz dem Betrieb des gebuchten Dienstes, nicht als allgemeiner Datenspeicher, Sicherungsziel für andere Systeme, Download-Spiegel oder Dateiablage für Dritte.
Übersteigt Ihre Nutzung dauerhaft das Übliche, sprechen wir Sie zuerst an und schlagen einen passenden Tarif vor. Technische Grenzen, etwa für Prozessoranteil, Prozesse und Verbindungen, setzen die Systeme unabhängig davon automatisch durch.
Gameserver
Halten Sie die Lizenz- und Nutzungsbedingungen des Spiels und seiner Erweiterungen ein, bei Minecraft etwa die Endbenutzer-Lizenzvereinbarung und die Nutzungsrichtlinien von Mojang, die auch regeln, was Sie auf einem Server verkaufen dürfen.
Nicht erlaubt sind Server, die vor allem dem Verbreiten von Cheats, gestohlenen Konten oder unerlaubt kopierten Spielinhalten dienen, und Angriffe auf andere Spieleserver.
Ist Ihr Server öffentlich, sorgen Sie für eine angemessene Moderation von Chat und Inhalten und reagieren auf Hinweise Ihrer Spieler. Spielen Minderjährige mit, beachten Sie den Jugendschutz.
Bots und Apps
Halten Sie die Regeln der Plattformen ein, mit denen Ihr Bot arbeitet (etwa Discord, Telegram, Twitch).
Nicht erlaubt sind Bots, die unaufgefordert Massennachrichten oder Spam versenden, fremde Konten automatisiert steuern (Selfbots), Server oder Kanäle stören oder übernehmen (Raid- oder Nuke-Bots), Nutzerdaten ohne Rechtsgrundlage sammeln oder die Ratenbegrenzungen der Plattformen umgehen.
VPS und Container
Mit Root-Zugriff sind Sie für das System verantwortlich: Updates, sichere Zugangsdaten, Firewall und die Software, die Sie installieren.
Wird ein System erkennbar von Dritten übernommen, etwa als Teil eines Botnetzes, trennen wir es vom Netz, bis Sie es bereinigt oder neu installiert haben.
Webhosting
Halten Sie Anwendungen wie WordPress, ihre Erweiterungen und Themes aktuell. Veraltete Software ist der häufigste Weg, auf dem Websites für Phishing und Schadsoftware missbraucht werden.
Gibt es Anhaltspunkte für Schadcode oder eine Phishing-Seite, etwa durch eine Meldung, informieren wir Sie. Ist die Website kompromittiert, kann sie bis zur Bereinigung vorübergehend gesperrt werden; Ihre Dateien und Datenbanken bleiben dabei unverändert, und Sie können im Kundenbereich weiter an der Website arbeiten. Ist der Grund behoben oder war es ein Fehlalarm, heben wir die Sperre unverzüglich auf.
Domains und DNS
Domains und DNS-Einträge dürfen nicht für Zwecke genutzt werden, die diese Richtlinien verbieten, insbesondere nicht für Phishing, Schadsoftware, Botnetze, Pharming oder als Mittel für Spam.
Wählen Sie keine Domain, die Rechte Dritter verletzt, etwa Marken- oder Namensrechte.
Bei Missbrauch einer über uns registrierten Domain können außerdem Maßnahmen nach den Regeln der Registrierungsstelle folgen, etwa eine Sperre auf deren Anweisung oder nach einem Streitbeilegungsverfahren.
Was wir bei Verstößen tun
Wir gehen schrittweise vor und wählen die mildeste Maßnahme, die wirkt. Dabei berücksichtigen wir, wie schwer der Verstoß wiegt und wie lange er andauert, ob er sich wiederholt, ob Sie davon wussten, die Folgen für Dritte und die Grundrechte aller Beteiligten, insbesondere die Meinungs- und Informationsfreiheit (Art. 14 Abs. 4 DSA). Wir schränken möglichst nur den betroffenen Teil ein, etwa eine einzelne Website statt Ihres ganzen Kontos.
- Hinweis mit Frist: Wir beschreiben den Verstoß und bitten Sie, ihn in angemessener Frist zu beheben oder Stellung zu nehmen.
- Sperre einzelner Inhalte: Wo es technisch möglich ist und genügt, sperren wir nur den Zugang zu einem bestimmten Inhalt, etwa einer einzelnen Adresse.
- Pause: Wir halten den betroffenen Dienst an. Ihre Daten bleiben erhalten.
- Kündigung: Bei schweren oder wiederholten Verstößen kündigen wir den Vertrag aus wichtigem Grund (§ 314 BGB).
Sofortmaßnahmen und Straftaten
Ohne vorherigen Hinweis handeln wir nur, wenn sonst erheblicher Schaden droht, insbesondere bei laufenden Angriffen, aktiver Schadsoftware oder Phishing, bei Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern oder wenn unsere Infrastruktur oder andere Kundinnen und Kunden gefährdet sind. Wir informieren Sie dann unverzüglich danach.
Begründen Informationen den Verdacht einer Straftat, die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit von Personen darstellt, informieren wir die zuständigen Strafverfolgungs- oder Justizbehörden (Art. 18 DSA).
Begründung, Einspruch und automatisierte Hilfsmittel
Schränken wir einen Dienst oder Inhalt ein, erhalten Sie eine Begründung nach Art. 17 DSA per E-Mail und im Kundenbereich: was wir eingeschränkt haben und wie lange, die Tatsachen und den Anlass (eine Meldung oder eine eigene Prüfung), ob automatisierte Mittel beteiligt waren, die Rechtsgrundlage oder die verletzte Regel dieser Richtlinien und wie Sie sich wehren können.
Sie können jederzeit widersprechen, per Antwort auf die Mitteilung oder an [email protected]. Der Inhaber prüft den Fall dann erneut persönlich und hebt die Maßnahme auf, sobald ihr Grund entfallen ist. Der Weg zu den Gerichten bleibt Ihnen offen.
Meldungen liest und prüft der Inhaber persönlich, ohne KI-Dienste oder andere automatisierte Mittel. Technisch hilft uns die Lastüberwachung unserer Systeme, Auffälligkeiten zu bemerken; Schadcode-Scanner setzen wir derzeit nicht ein. Über Einschränkungen entscheidet immer ein Mensch. Ausgenommen sind automatische Schutzmaßnahmen des Netzes gegen laufende Angriffe, etwa das Filtern eines Überlastungsangriffs.
Vergütung und Freistellung
Während einer berechtigten Sperre bleibt die Vergütungspflicht bestehen. War eine Sperre unberechtigt, schreiben wir Ihnen die Zeit gut.
Haben Sie einen Verstoß zu vertreten, stellen Sie uns von Ansprüchen Dritter frei, die darauf beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
Meldungen
Rechtswidrige Inhalte und Missbrauch auf unseren Servern melden Sie unter goodflare.io/report-content oder per E-Mail an [email protected].
Schreiben Sie uns, wir helfen Ihnen gern persönlich weiter.